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Zahl des Tages: Kleine Betriebe stellten in der Krise am meisten ein

1. Dezember 2010 von Ralph Meinhold

In einer Befragung unter Arbeitgebern hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) festgestellt, dass die Hälfte aller sozialversicherungspflichtigen Einstellungen in Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten erfolgte.

Die Studie finden Sie auf der Seite der IAB

Die Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsstellenmarktes im März 2010

2. April 2010 von Pressemitteilung

“Die Frühjahrsbelebung hat den Arbeitsmarkt erreicht. Die Arbeitslosigkeit geht zurück.”, so fasste der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, die Entwicklung des Arbeitsmarktes im März 2010 zusammen.

Arbeitslosenzahl im März: -75.000 auf 3.568.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -18.000 Arbeitslosenquote im März: -0,2 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent

Die Arbeitslosigkeit ist von Februar auf März mit der beginnenden Frühjahrsbelebung um 75.000 auf 3.568.000 gesunken (West: -54.000 auf 2.428.000; Ost: -21.000 auf 1.140.000). Das Saisonbereinigungsverfahren errechnet für den März eine Abnahme um 31.000. Im Vergleich zum März 2009 gab es 18.000 Arbeitslose weniger. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Entlastung durch die arbeitsmarktpolitischen Instrumente den Vorjahresvergleich verzerrt hat. Betrachtet man deshalb die Unterbeschäftigung, ergibt sich eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Dies zeigt, dass sich die Wirtschaftskrise auch am deutschen Arbeitsmarkt bemerkbar macht. Die Auswirkungen sind allerdings moderat, vor allem, weil Kurzarbeit und andere betriebliche Vereinbarungen den Arbeitsmarkt beträchtlich stabilisiert haben. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im zweiten Halbjahr 2009 kaum mehr abgenommen; zum Jahreswechsel gab es sogar saisonbereinigte Zunahmen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Februar saisonbereinigt um 7.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach vorläufigen Daten der BA, die bis Januar reichen, saisonbereinigt um 2.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Januar auf Februar um 13.000 auf 39,84 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Erwerbstätigkeit um 91.000 verringert. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Januar nach der Hochrechnung der BA bei 27,30 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang um 74.000. Die Abnahme wird vor allem dadurch begrenzt, dass die Teilzeitbeschäftigung steigt, während die Vollzeitbeschäftigung deutlich rückläufig ist. Die anderen Formen der Erwerbstätigkeit haben sich gegenüber dem Vorjahr unterschiedlich entwickelt: Während die Zahl der Selbständigen unverändert blieb, lag die Zahl der Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten ist dagegen weiter gestiegen. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den Februar auf 3,39 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 7,9 Prozent. Die aktuellen saisonbereinigten Monatsdaten der gemeldeten Stellen am ersten Arbeitsmarkt und der BA-X zeigen bereits über mehrere Monate eine leicht ansteigende Tendenz. Das gemeldete Stellenangebot (einschließlich geförderter Stellen) hat im März saisonbereinigt um 6.000 und die ungeförderten Stellen für “normale” sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, um 7.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt gab es im März 503.000 gemeldete Stellen, 3.000 weniger als vor einem Jahr. Hiervon waren 85 Prozent sofort zu besetzen. 288.000 gemeldete Stellen betrafen “normale” sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse; das waren 4.000 weniger als im März 2009. Der Stellenindex der BA, der BA-X, bildet die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab. Von Februar auf März ist er um fünf auf 138 Punkte gestiegen. Er übersteigt damit erstmals seit Monaten wieder den Vorjahreswert. Nach der Hälfte des Berufsberatungsjahres 2009/2010 legt die BA eine erste Zwischenbilanz zum Ausbildungsstellenmarkt vor. Die Angaben zu den Bewerbern für Ausbildungsstellen umfassen – anders als bisher – neben den Daten der BA auch jene der zugelassenen kommunalen Träger (zkT) in der Grundsicherung. Von Oktober 2009 bis März 2010 wurden der BA insgesamt 334.500 Ausbildungsstellen gemeldet. Trotz Wirtschaftskrise sind das 3.300 mehr als im Vorjahreszeitraum und die Zunahme resultiert allein aus mehr betrieblichen Stellen (+3.900 auf 323.600; außerbetriebliche: -600 auf 10.900). Zugleich haben 383.600 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der BA und der zkT bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet; 5.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang der Bewerberzahlen ergibt sich vor allem aus demografischen Gründen und aufgrund weniger so genannter Altbewerber.

Im März waren 207.100 Ausbildungsstellen (+10.900 gegenüber März 2009) noch unbesetzt und 242.900 Bewerber (-8.100 gegenüber März 2009) zählten als noch unversorgt. Für eine fundierte Einschätzung der weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt ist es noch zu früh; vor allem weil sich nicht abschätzen lässt, ob die Veränderungen reale Prozesse widerspiegeln oder sich aus verändertem Meldeverhalten von Ausbildungsbetrieben und Bewerbern ergeben. Auch liegen noch keine Kammerdaten zu neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen vor.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Anstieg der Krankenstände

28. März 2010 von Pressemitteilung

Die Krankenstände steigen wieder

Die Krankenstände steigen wieder

Krankenstand 2010: Keine Grippewelle, aber leichter Anstieg der Verletzungen – zweistellige Steigerungsrate bei psychischen Leiden

Seit einigen Jahren steigen die Krankenstände wieder, nachdem im Jahr 2006 mit 12,4 Tagen die geringsten Krankentage seit 30 Jahren gemeldet wurden. Im Jahr 2009 lag der Krankenstand bei 4,0 Prozent, im Vorjahr waren es nach den BKK Krankenstandserhebungen 3,9 Prozent (2007: 3,8 Prozent). Für das gesamte Jahr 2009 ergeben sich daraus 14 Krankentage, 2008 fehlten die Arbeitnehmer krankheitsbedingt etwa einen halben Tag weniger (13,4 Tage).

Keine Grippewelle, mehr Verletzungen

Im Januar und Februar 2010 war der Krankenstand auf einem etwas niedrigeren Niveau als in den entsprechenden Vorjahresmonaten. Besonders auffällig ist der ungewöhnlich niedrige Anteil der Erkältungskrankheiten, die im Januar 2010 fast die Hälfte und im Februar etwa ein Viertel weniger Krankheitstage als im Vorjahr verursachten. Der BKK Gesundheitsreport wies zuletzt im Jahr 2005 einen merklich höheren Anteil an Atemwegserkrankungen durch eine “Grippewelle” aus: Der Anteil der Krankentage lag damals rund 2 Prozent höher als in den Jahren ohne ausgeprägte Winterinfektionen. (mehr …)

Verdienstentwicklung in der Wirtschaftskrise im Jahr 2009

25. März 2010 von Pressemitteilung

Verdienst im Jahr 2009

Verdienst im Jahr 2009

Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die Reallöhne vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 0,4% gesunken. Dabei blieben die Bruttomonatsverdienste im Jahr 2009 konstant, die Verbraucherpreise erhöhten sich um 0,4%. 2008 waren die Reallöhne noch um 0,4% (Bruttomonatsverdienste + 3,0%, Verbraucherpreise + 2,6%) gestiegen. Bezogen auf das vierte Quartal 2009 sind die Reallöhne gegenüber dem vierten Quartal 2008 ebenfalls um durchschnittlich 0,4% (Bruttomonatsverdienste 0,0%, Verbraucherpreise + 0,4%) gesunken.

Die schwache Entwicklung der Bruttoverdienste im Jahr 2009 ist vor allem auf starke Einbrüche bei den häufig konjunkturabhängigen Sonderzahlungen zurückzuführen. Im Durchschnitt aller erfassten Wirtschaftszweige gingen die Sonderzahlungen im Vergleich zu 2008 um 6,2% zurück. Besonders hohe Verluste bei Sonderzahlungen mussten zum Beispiel Beschäftigte von Banken und Versicherungen mit 20,0% hinnehmen. In der Automobilindustrie sanken die Sonderzahlungen um 15,4%. Die Grundvergütung, also Bruttoverdienste ohne Sonderzahlungen, stieg dagegen um 1,2%. (mehr …)

Deutschland bei Frauen in Führungspositionen Schlusslicht

19. März 2010 von Pressemitteilung

Frauen als Führungskräfte in Deutschland

Frauen als Führungskräfte in Deutschland

Derzeit wird in Deutschland über die Einführung einer Frauenquote in den Führungsetagen der Unternehmen diskutiert. Eine Untersuchung der HR-Managementberatung Hay Group zeigt, das Frauen dort bislang deutlich unterrepräsentiert sind. Nur auf Teamleiter-Ebene sind heute über 20 Prozent der Angestellten weiblich.

Auch innerhalb Europas sind Frauen auf Teamleiter-Ebene nach wie vor in der Minderheit, wie ein Vergleich ausgewählter Länder zeigt. Vorreiter sind Polen, Schweden und Großbritannien mit über 35 Prozent weiblichen Angestellten auf dieser Ebene. Auch in der Türkei und in Ungarn ist der Frauenanteil auf Teamleiter-Ebene hoch: Er liegt er in diesen beiden Ländern bei über 30 Prozent.

In den Top-Führungspositionen europäischer Unternehmen liegt der Frauenanteil zumeist unter 15 Prozent. Nur schwedische, ungarische und britische Unternehmen beschäftigen auf Bereichsleiter-Ebene jeweils 20 Prozent Frauen. In polnischen Unternehmen sind nur noch sieben Prozent der Führungskräfte weiblich, vergleichbar mit den Schlusslichtern Deutschland, Spanien und Österreich. Quelle: obs/Hay Group

Wie wird Kundenbindung bei Versicherungen erzeugt?

3. November 2009 von Diedrich Klusmann

Eine wichtige Rolle bei der Kundenbindung spielen Engagement und Fachkompetenz des Beraters. Je engagierter und kompetenter der Betreuer auftritt, um so höher wird die Kundenbindung.

92 % der Kunden, die ihren Betreuer als äußerst engagiert beurteilen, sind vollkommen oder sehr zufrieden mit ihm. Auf 14 % reduziert sich dieser Wert, wenn der Betreuer nur als weniger oder gar nicht engagiert eingeschätzt wird; Engagement kann die Begeisterung der Versicherten also um mehr als das 6-fache heben. (mehr …)