Artikel-Schlagworte: „gesetzliche Krankenversicherung“

City BKK wird geschlossen – die erste gesetzliche Krankenkasse muss schließen

4. Mai 2011 von Ralph Meinhold

die erste gestzliche Krankenkasse muss schließen; Bild: © C. Hautumm / pixellio.de

die erste gestzliche Krankenkasse muss schließen; Bild: © C. Hautumm / pixellio.de

Erstmalig seit Einführung des Gesundheitsfonds wird eine große gesetzliche Krankenkasse, die CITY BKK, geschlossen. Die Schließung erfolgt zum 01.07.2011. Dies hat die zuständige Aufsichtsbehörde, das Bundesversicherungsamt (BVA), mit Bescheid vom 04.05.2011 verfügt. Schließungsgrund ist, dass die Leistungsfähigkeit der CITY BKK nicht mehr auf Dauer gesichert sei (§ 153 Satz 1 Nr. 3 SGB V). Bei dieser gesetzlichen Krankenkasse arbeiten insgesamt 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Berlin, Hamburg und Stuttgart, die insgesamt rund 168.000 Versicherte betreuen. (mehr …)

Gesetzliche Krankenkassen vor der Pleite

21. Juni 2010 von Ralph Meinhold

Pleite bei den gesetzlichen Krankenkassen

Pleite bei den gesetzlichen Krankenkassen

Neben der DAK stehen Medienberichten zu Folge anscheinend noch mehr gesetzliche Krankenkasse vor dem wirtschaftlichen Aus. Nach einem internen Rating des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen zählen 20 Betriebskrankenkassen zu den gefährdenden gesetzlichen Krankenkassen, also kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Die Note “zu beobachten” erhielten 46 gesetzliche Krankenkassen, davon 30 Betriebskrankenkassen. Die Bestnote “leistungsfähig” erhielten 34 gesetzliche Krankenkassen. Namen werden in dem Rating nicht genannt. 3 Betriebskrankenkassen haben eine mögliche Zahlungsunfähigkeit gemeldet. Die Gefahr ist, dass diese 3 Betriebskrankenkassen einen Domino Effekt auslösen und die anderen gefährdeten Krankenkassen mit in die Zahlungsunfähigkeit stürzen, da diese Hilfszahlungen leisten müssen.

Was kann die Konsequenz sein? Wie kann man die Pleitewelle verhindern?

80 Prozent der Versicherten stehen zu ihrer Krankenkasse

13. April 2010 von Pressemitteilung


Die Kunden der Krankenkassen sind treu

Die Kunden der Krankenkassen sind treu


Knapp acht von zehn Kunden wollen ihrer Krankenkasse die Treue halten und planen in den kommenden Jahren keinen Wechsel – allen Diskussionen über Zusatzbeiträge zum Trotz. Der Grund: Die Kunden sind außerordentlich zufrieden mit ihren gesetzlichen Krankenversicherern. Fünf von sechs fühlen sich bei ihrer Kasse gut aufgehoben und nicht als kleiner Bittsteller. Das sind Ergebnisse des Wettbewerbs “Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister”, der 2010 zum fünften Mal von Steria Mummert Consulting, der Universität St. Gallen, Handelsblatt und ServiceRating durchgeführt wurde.

Damit schneiden die gesetzlichen Krankenkassen im Wettbewerb der Dienstleister besser ab als alle anderen Branchen. “Die gesetzlichen Versicherungen haben in den vergangenen Jahren viel getan, um ihren Kunden einen exzellenten Service zu bieten”, sagt Till Moysies, Leiter des Bereichs Healthcare bei Steria Mummert Consulting. “Obwohl sie kaum Spielraum bei der Gestaltung ihrer Leistungen haben, geben sie dem Kunden das Gefühl, ihm etwas Besonderes zu bieten. Nur so schaffen sie es, sich im Wettbewerb zu behaupten. Denn über die Beiträge geht das seit Einführung des Gesundheitsfonds nicht mehr.” So achten die Kassen beispielsweise bereits bei der Rekrutierung von neuem Personal gezielt auf eine serviceorientierte Einstellung der Bewerber. (mehr …)

Aktuelle Umfrage zur Krankenversicherung: Jeder zweite Deutsche erwartet sinkende Leistungen

2. Februar 2010 von Pressemitteilung

Umfrage: Sinken die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse?

Umfrage: Sinken die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse?

Die Deutschen befürchten sinkende Leistungen und höhere Beiträge in der Krankenversicherung. Sie beklagen außerdem, dass das Verhältnis zwischen Arzt und Patient unter dem zunehmenden Kostendruck leidet. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite repräsentative Umfrage im Auftrag der DEVK Versicherungen, für die im Januar 2010 rund 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

52 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass es nicht bei Zusatzbeiträgen für die gesetzlich Versicherten bleiben wird und rechnen zusätzlich mit weiteren Leistungseinschränkungen. Die aktuellen Entwicklungen in der gesetzlichen Krankenversicherung bereiten 90 Prozent der Befragten Sorge. Knapp 60 Prozent der ausschließlich gesetzlich Versicherten machen sich sogar große Sorgen, wie die Milliardenlöcher bei den Krankenkassen gestopft werden können. (mehr …)

Zahl des Tages – 4,35 Milliarden Mehrwertsteuer

1. Februar 2010 von Pressemitteilung

Steigende Mehrwertsteuer bei Arzneimitteln

Steigende Mehrwertsteuer bei Arzneimitteln

Trauriger Rekord bei den Arzneiausgaben: Mehr als 4,35 Milliarden Euro mussten die Krankenkassen im Jahr 2009 an den Fiskus abführen. Das sind erneut etliche Millionen mehr als noch ein Jahr zuvor. Obwohl sowohl die Zahl der abgegebenen Rezepte (+0,1 Prozent) als auch die Zahl der abgegebenen Packungen (+ 0,2 Prozent) zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008 faktisch stagnierten, profitiert der Staat mehr denn je. Das ergaben Berechnungen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, die am Montag in Berlin veröffentlicht wurden.

Die Apotheken unterstützen deshalb die Forderung der Krankenkassen, durch eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Arzneimittel zu einer langfristigen Entlastung von mehr als zwei Milliarden Euro jährlich zu kommen. ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf: “Deutschland gehört zur europäischen Spitze bei der Steuerlast auf Medikamente. Das Einsparpotenzial ist enorm und könnte innerhalb kürzester Zeit gehoben werden – ohne Abstriche für die Versorgung der Menschen.”

Quelle: ABDA

Deutsche AIDS-Hilfe lehnt pauschale Zusatzbeiträge der Krankenkassen strikt ab

28. Januar 2010 von Pressemitteilung

Deutsche Aids Hilfe e.V. gegen Zusatzbeiträge

Deutsche Aids Hilfe e.V. gegen Zusatzbeiträge

Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) lehnt die angekündigten “kassenindividuellen Zusatzbeiträge” strikt ab: Sie teilt die Haltung des Paritätischen Wohlfahrtverbandes, der die Zusatzbeiträge als unsozial und ungerecht kritisiert hat. Viele Menschen beziehen z.B. als Folge einer chronischen Erkrankung niedrige Einkommen – darunter tausende Menschen mit HIV und Aids. Die DAH unterstützt die Vorschläge des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, die solidarische Finanzierung wiederherzustellen und die Versicherungspflichtgrenze aufzuheben. (mehr …)

Explodierende Krankengeldkosten: Gesetzliche Kranken-versicherungen schöpfen Sparpotenziale nicht aus

15. Januar 2010 von Pressemitteilung

Die Krankengeldkosten steigen immer mehr

Die Krankengeldkosten steigen immer mehr

Immer mehr Beschäftigte in Deutschland sind langfristig arbeitsunfähig. Um rund zehn Prozent haben die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen für das Krankengeld im vergangenen Jahr zugelegt, so das Ergebnis erster Umfragen. Ein Trend, dem die Kassen bislang oft hilflos zusahen. Doch nun entschließen sich viele zum Handeln: Sie versuchen gezielter, die Kosten für das Krankengeld in den Griff zu bekommen, wie Marktbeobachtungen von Steria Mummert Consulting ergeben haben. Neue individualisierte und am Kranken ausgerichtete Ansätze leisten dabei Hilfe. So lassen sich die Ausgaben für das Krankengeld um zehn Prozent senken.

Während insgesamt die Kurzzeitausfälle seit Jahren abnehmen, steigt der Anteil der lange Zeit kranken Arbeitnehmer deutlich an. Der Grund: Viele Beschäftigte arbeiten trotz Krankheit weiter bis zur Erschöpfung und fallen dann für lange Zeit aus. (mehr …)

Produktfinder Gesetzliche Krankenkassen

19. Dezember 2009 von Gastautor

Welche gesetzliche Krankenversicherung ist die Beste für Sie?

Welche gesetzliche Krankenversicherung ist die Beste für Sie?

Die gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden sich momentan nicht über Beitragssätze, sondern durch unterschiedliche Extraleistungen und Serviceangebote. Zahlt die Krankenkasse die homöopathische Behandlung beim Arzt, übernimmt sie Reiseimpfungen und wie sieht es mit Beratung der Kasse vor Ort oder einer medizinischen Hotline aus? Versicherte müssen sich gründlich informieren, um eine passende Kasse zu finden. Der neue Produktfinder „Gesetzliche Krankenkassen“ im Internet unter www.test.de/krankenkassen hilft dabei.

Er liefert für 107 gesetzliche Krankenkassen umfangreiche Informationen zum Leistungs- und Serviceangebot. Dazu gehört zum Beispiel, ob die Kasse bei häuslicher Krankenpflege mehr zahlt als gesetzlich vorgeschrieben, ein Hausarztmodell anbietet oder zusätzliche Behandlungsangebote für bestimmte Krankheitsbilder bereithält.

Die gesetzlichen Krankenkassen können verschiedene Wahltarife mit dreijähriger Bindung anbieten. Dazu gehören etwa Tarife mit Beitragsrückzahlung oder für eine Erstattung von alternativen Arzneimitteln. Die Stiftung Warentest empfiehlt diese Angebote nicht uneingeschränkt. Denn nicht alle Wahltarife sind sinnvoll oder für gesetzlich Versicherte gleichermaßen geeignet.

Der Produktfinder „Gesetzliche Krankenkassen“ zeigt auf, ob eine Kasse überhaupt zusätzliche Tarife anbietet – und wenn ja, welche. In separaten Produktfindern kann man sich über folgende Tarife informieren und detaillierte Aussagen finden: Wahltarife Alternative Arzneimittel, Wahltarife mit Beitragsrückzahlung, Wahltarife mit Kostenerstattung und sonstige Privatabrechnungen sowie Wahltarife mit Selbstbehalt.

Die Informationen aus dem Produktfinder „Gesetzliche Krankenkassen“ kosten 3 Euro, die für die Wahltarife jeweils 1,50 Euro. Ausführliche Informationen finden sich unter www.test.de/krankenkassen.

Quelle: Stiftung Warentest