“Der Staat stößt an die Grenzen seiner Machbarkeiten”

1. Mai 2013 von Ralph Meinhold

Alterung und Individualisierung sind die Megatrends der Zukunft. Der Staat alleine wird zukünftig diese sozialen Herausforderungen nicht lösen können. Zu diesem Ergebnis kommt der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx im Interview auf GDV.DE. Zum Tag der Arbeit am 1. Mai beschreibt der Zukunftsforscher, wie sich durch den demografischen Wandel die Arbeitswelt verändern wird.

Ältere Menschen prinzipiell aus dem Arbeitsprozess auszuschließen, wie das derzeit größtenteils noch der Fall ist, hält Horx für verfehlt: “Statt uns mit der mechanischen Verlängerung von Lebensarbeitszeiten zu erschrecken, sollten wir besser die Potentiale verstehen, die mit steigendem Lebensalter einhergehen.” Ältere Arbeitnehmer bringen, so Horx, Erfahrungswissen, Weisheit und gute Kundenkontakte mit – alles Dinge, die für Unternehmen wertvoll sein können. Damit Ältere auch tatsächlich länger arbeiten können und wollen, müsse allerdings die Arbeitswelt flexibler und weniger monoton gestaltet werden.

Anreizsystem ist besser als Strafsystem

Der demografische Wandel stellt neben der Arbeitswelt auch das Rentensystem vor neue Herausforderungen. Im Interview erklärt Matthias Horx, warum aus seiner Sicht das Schweizer Rentenmodell dem demographischen Wandel standhält und ein Anreizsystem wie in Finnland besser ist als ein Strafsystem.

Das vollständige Interview mit Matthias Horx erscheint in zwei Teilen auf GDV.DE. Im zweiten Teil, der am Donnerstag erscheinen wird, erklärt Matthias Horx, warum sich zukünftig 70-Jährige wie 55 fühlen können und warum Ältere glücklicher sind als Jüngere.

Über Matthias Horx

Matthias Horx gilt als einflussreichster Trend- und Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum. Nach einer Laufbahn als Journalist (bei der Hamburger ZEIT, MERIAN und TEMPO) gründete er zur Jahrtausendwende das “Zukunftsinstitut”, das heute zahlreiche Unternehmen und Institutionen berät.

Seit 2007 lehrt er Prognostik und Früherkennung als Dozent an der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen. Als leidenschaftlicher Europäer pendelt er zwischen London, Frankfurt und Wien.

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