Wer muss Schneeräumen – und wer haftet, wenn nicht geräumt wurde?

16. November 2010 von Ralph Meinhold
Wer muss Schneeräumen? Bildquelle: siepmannH / pixelio.de

Wer muss Schneeräumen? Bildquelle: siepmannH / pixelio.de

In manchen Teilen Deutschlands ist er schon gefallen – der erste Schnee. Immobilienbesitzer sollten sich frühzeitig darum kümmern, wer vor der Haustür Schnee schiebt und wer streut. Wenn man es nicht selbst tun will oder kann, ist es auch möglich, dass man den Winterdienst auf die Mieter überträgt – oder man kann einen professionellen Anbieter beauftragen. Aber, welche Pflichten haben Hauseigentümer, wenn es schneit und friert? Wer zahlt und haftet, wenn ein Unfall passiert?

Fast immer verpflichten die Städte und Gemeinden ihre Bürger, Schnee und Eis vor der Haustür zu beseitigen. Hausbesitzer haben die Wahl, ob sie selbst zu Schippe oder Streudose greifen oder ob sie per Mietvertrag ihre Mieter dazu verpflichten. Steht die Aufforderung zum Schneeräumen nur in der Hausordnung, gilt sie nur, wenn sie Bestandteil des Mietvertrags ist.

Stürzt ein Passant, weil der Mieter nicht geräumt und gestreut hat, kann er den Mieter und auch den Hauseigentümer auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagen. Kann er nachweisen, dass der Mieter seine Räumpflicht verletzt hat und dass der Vermieter nicht kontrolliert hat, ob der Mieter seinen Pflichten nachgekommen ist,  könnte das für beide teuer werden, wenn Behandlungskosten anfallen oder eine lebenslange Rente zu zahlen ist. In solchen Fällen springt eine private Haftpflichtversicherung ein, schreibt Finanztest und empfiehlt die Grundeigentümer, die Haftpflichtkasse Darmstadt, die Gegenseitigkeit, VHV und Hanse Merkur.

Doch auch, wenn ein Winterdienst beauftragt wurde, ist der Hauseigentümer nicht aus der Verantwortung – er ist für die Kontrolle und Überwachung der Räumarbeiten zuständig.

Den ausführliche Artikel finden Sie in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de veröffentlicht.

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