Haben Sie eine Versorgungslücke?

22. September 2010 von Ralph Meinhold
Haben Sie eine Versorgungslücke?Bild: © Dieter Schütz / Pixelio

Haben Sie eine Versorgungslücke? Bild: © Dieter Schütz / Pixelio

Dass die gesetzliche Rente im Alter nicht mehr ausreicht, ist allgemein bekannt. Auch der Begriff Versorgungslücke ist nicht neu. Doch nur die Wenigsten haben eine Vorstellung davon, wie groß ihre Rentenlücke eigentlich ist. “Das ist eine fatale Wissenslücke. Denn wer nicht weiß, wie viel Geld ihm später einmal fehlen wird, um seinen aktuellen Lebensstandard zu halten, der kann auch nicht zielgerichtet vorsorgen”, sagen Experten. Um sich einen Überblick zu verschaffen gibt es 3 Punkte die man überprüfen sollte:

1. Wie viel Geld brauche ich überhaupt im Alter?

Wer weiß, wie viel Geld er im Alter benötigt, kann selbst die Größe der eigenen Versorgungslücke errechnen. Orientieren Sie sich an Ihrem Gehalt. Allgemein gilt: Rund 80 Prozent des derzeitigen Erwerbseinkommens reichen später aus. Bei einem Gehalt von 2.500 bis 3.000 Euro wären das etwa 2.000 Euro. Dieser Wert dient aber nur als grobe Richtlinie. Extras, wie etwa größere Reisen oder aber erhöhte Kosten für die Gesundheit sind darin nicht enthalten. Umgekehrt kann zum Beispiel ein gesichertes mietfreies Wohnen den Bedarf etwas reduzieren.

2. Wie groß ist meine Versorgungslücke?

Als nächstes stellt sich die Frage: Wie viel Rente werde ich später etwa haben? Als Faustformel gilt dabei: Jedes Rentenbeitragsjahr zählt realistischen Prognosen zufolge leider nur etwa ein Prozent. Wer beispielsweise 42 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, erhält bei Rentenbeginn etwa 42 Prozent seines letzten Nettoeinkommens. Hier fehlen demnach 38 Prozent, um auf die angestrebten 80 Prozent zu kommen. Nur zusätzliche private Vorsorge kann diese Lücke schließen.

3. Mit welchen Vorsorgemaßnahmen kann ich meine Rentenlücke stopfen?

Für die private Vorsorge gibt es verschiedene Möglichkeiten. “Mit einem Riester-Vertrag oder der betrieblichen Altersversorgung profitieren Versicherte beispielsweise von der lukrativen Unterstützung des Staates”, so zum Beispiel die Vermögensberater der DVAG. Welche Vorsorgemaßnahme für den Einzelnen die optimale Lösung ist, hängt insbesondere von Alter und Lebenssituation ab.

Wie sieht Ihre Vorsorge für spätere Zeiten aus? Was haben Sie für ein Konzept?

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1 Kommentar zu „Haben Sie eine Versorgungslücke?“

  1. Erst kürzlich war zu lesen, manager-Magazin, dass Riester-Sparer immer Gewinner sind. Die Zulagen vom Staat und die Abzugsfähigkeit der gezahlten Beiträge bei der Einkommensteuer, das ist doch ein Vorteil, der nicht von der Hand zu weisen ist. Im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung, die z.B. bei Beantragung von Transferleistungen, sprich Hartz IV, nicht generell geschützt ist, ist das angesparte Kapital aus dem Riester-Sparmodel sicher. Eine Kapitallebensversicherung ist, so wurde mir auf dem Arbeitsamt mitgeteilt, dann sicher, wenn sie nicht in einer Summe ausgezahlt wird, sondern als Rente. Bei Riester hat man den Anspruch, dass 30 % des Angesparten als Einmalzahlung gewährt wird. Für Familien mit Kindern, meine Meinung, eine attraktive Alternative. Aber jeder sollte sich selbst schlau machen.

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