Ombudsmann: Rückgang bei Beschwerden über Versicherungen

3. Juni 2010 von Ralph Meinhold
Ombudsmann Prof. Dr. G. Hirsch

Ombudsmann Prof. Dr. G. Hirsch

18.145 Beschwerden sind im Jahr 2008 bei Prof. Dr. Günter Hirsch eingegangen. Im Vergleich zu 2008 ist dies ein Rückgang von 3,7 Prozent.

Festzustellen ist, dass der Anteil der juristisch aufwändigen und schwierigen Beschwerden bei Versicherungen zugenommen hat. Der Rückgang der Beschwerden ist auf weniger Eingaben im Bereich der Lebensversicherung zurückzuführen. Bei den Beschwerden zu Rentenversicherungsverträgen, die zur Lebensversicherung gehören, ist die Anzahl der Beschwerden gleich geblieben.

Seit 2007 ist der Ombudsmann auch für Beschwerden gegen Versicherungsvermittler zuständig. Hier ist die Zahl der Eingaben mit 479 leicht gegenüber dem Jahr 2008 auf 461 gestiegen. Einen Anstieg ist auch im Bereich Rechtsschutzversicherung zu bemerken. Hier ist ein Anstieg der Beschwerden mehr als 10 Prozent erkennbar. Dieser Anstieg ist sicher auch darauf zurückzuführen,  dass sich im Laufe des Jahres 2009 weitere Unternehmen der Schlichtungsstelle angeschlossen haben und nun fast alle in Deutschland tätigen Rechtsschutzversicherer dem Versicherungsombudsmann e. V. angehören.

Die Beschwerden werden beim Ombudsmann eingereicht, weil Kunden mit einer Entscheidung ihres Versicherungsunternehmens nicht einverstanden sind oder diese nicht verstanden haben. „In vielen Fällen“, so Prof. Hirsch, bis Januar 2008 noch Präsident des Bundesgerichtshofs, „kann ich helfen.  Zumindest kann der Ombudsmann die Gründe in verständlicher Sprache erläutert. Denn nur wenn er die Rechtslage versteht, kann er das Ergebnis akzeptieren.“

Der Versicherungsombudsmann ist zuständig für private Versicherungen mit Ausnahme der privaten Krankenversicherung. Für Verbraucher ist das Verfahren kostenlos, da die im Versicherungsombudsmann e. V., dem Träger der Schlichtungsstelle, zusammengeschlossenen Versicherungsunternehmen alle Kosten übernehmen.

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