Keine Angst vor Hartz IV

27. März 2010 von Pressemitteilung
Keine Angst vor Harz IV

Keine Angst vor Harz IV

Etwa sieben Millionen Menschen hierzulande leben von “Hartz IV”. Was bedeutet eigentlich “Hartz IV”? “Mit dem ,Hartz IV-Gesetz’ wurde vor fünf Jahren die bis heute umstrittene Existenzsicherung für Arbeitssuchende geregelt”, erklärt Rechtsanwalt Claus Murken, Autor des Beck kompakt-Ratgebers “Hartz IV & ALG II” (Verlag C.H.Beck). Gerade in einer wirtschaftlich schwierigen Lage ist die Angst in der Bevölkerung groß, Hartz IV-Emfpänger zu werden. Lesen Sie, was im Fall des Falles zu beachten ist.

Vom einfachen Arbeiter bis zum hochqualifizierten Akademiker – jeden trifft heute das Risiko der Arbeitslosigkeit. “Wer seinen Job verliert, erhält in der Regel zunächst ein Jahr lang Arbeitslosengeld. Erst danach kommt Hartz IV ins Spiel”, erläutert der Kieler Jurist. Doch nicht jeder hat Anspruch auf die Leistungen. “Wer Sparguthaben, wertvollen Schmuck oder anderes Vermögen besitzt, muss dieses zuerst aufbrauchen.” Ausgenommen sind aber Gegenstände wie wichtiger Hausrat, ein Fahrzeug bis 7.500 Euro und ein selbst genutztes, nicht zu großes Eigenheim.

Auch hat der Gesetzgeber Freibeträge festgelegt, die nicht angetastet werden dürfen. Geschützt ist ein Grundfreibetrag, der sich nach dem Lebensalter richtet: 150 Euro pro Lebensjahr. Die Mindestgrenze liegt bei 3.100 Euro, die Höchstgrenze bei 10.050 Euro. Hinzu kommen Freibeträge für die Altersvorsorge und notwendige Anschaffungen wie Kühlschrank oder Waschmaschine.

Den Hartz IV-Antrag in den Griff zu bekommen, ist nicht ganz einfach. Autor Claus Murken rät: “Reichen Sie alle Unterlagen möglichst frühzeitig ein, um die Antragsbearbeitung zu beschleunigen. Lassen Sie sich die Unterlagen unbedingt abstempeln, um nachweisen zu können, dass diese vorgelegen haben.” Denn erst ab dem Tag der Antragstellung können Leistungen bezogen werden. Bei Bedarf sollten sich Betroffene von einer Beratungsstelle oder einem spezialisierten Anwalt unterstützen lassen. Autor Claus Murken: “Das kostet in aller Regel höchstens 10 Euro.” Quelle: Verlag C. H. Beck

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2 Kommentare zu „Keine Angst vor Hartz IV“

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Ralph Meinhold erwähnt. Ralph Meinhold sagte: Neues aus dem Blog: Keine Angst vor Hartz IV – http://www.mmk-personal.de/blog/bewerbung/angst-hartz-iv.html […]

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    immer wieder stelle ich fest, das viel Mitmenschen meine das Hartz vier Empfänger die Ärmsten des Landes sind. Nur gibt es die Existenzsicherungsempfänger, die so gar nichts mit Hartz vier zu tun haben und ein Monatliches Einkommen von nur 300 Euro bekommen. Diese schwer behinderten-und chronisch kranken Mitmenschen (Existenzsicherungsempfänger) bekommen alles an diesem Einkommen angerechnet und müssen auf alles an Möbel, Bekleidung, Ersatzbeschaffungen, Reparaturen an sparen. Sogar die Jahresendabrechnung von Strom müssen sie von diesen 300 Euro bezahlen. Schwer behinderte Mitmenschen und chronisch kranke Mitmenschen, die durch staatliche Gutachter als arbeitsunfähig bescheinigt wurden, sind in Wirklichkeit die Ärmsten in Deutschland! Es ist eine Schande das diese gehandikapte Mitmenschen so in den Hintergrund gedrängt werden und die Hartz vier Empfänger so bedauert werden, wo bleibt die Einkommenserhöhung der
    Existenzsicherungsempfänger?
    Das sollte endlich mal klar gestellt werden, Existenzsicherungsempfänger sind die Ärmsten im Land!

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