Kostensenkung gefordert

13. Dezember 2009 von Diedrich Klusmann

Teuere Medizin

Teuere Medizin

Im kommenden Jahr werden den gesetzlichen Kassen vier Milliarden Euro fehlen. Wegen der deshalb unvermeidbaren Zusatzbeiträge für viele Krankenversicherte muß nach Meinung des Ersatzkassenverbandes die Politik sich nun dringend um die Ausgabenseite kümmern.

Doch trotz des drohenden Milliardenlochs bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) rief Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zur Gelassenheit auf. Er sagte in  der ARD: „Wir gehen davon aus, dass das Wachstum besser wird als erwartet. Deswegen muss man sehr gelassen bleiben in der Frage der Zusatzbeiträge.“

Die designierte Chefin der Krankenkasse Barmer/GEK, Birgit Fischer, rechnet im Laufe des kommenden Jahres mit Zusatzbeiträgen bei allen Kassen, allerdings wohl nicht bereits zu Jahresbeginn. Auch stehen die Ortskrankenkassen stehen wegen des stärkeren Finanzausgleichs im Gesundheitsfonds überdurchschnittlich gut da.

Von der SPD wird der Koalition vorgeworfen, Zusatzbeiträge bewusst einzukalkulieren, um so bessere Argumente für die geplante Gesundheitsreform zu erhalten. Sie fordert eine Senkung der Kosten vor allem im Arzneimittelbereich.

Die privaten Krankenversicherer sehen ihre Marktposition inzwischen deutlich entspannter als unter der vorigen Regierung. Dazu Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka:

“In den vergangenen Jahren haben wir immer einen Überlebenskampf geführt, weil es starke Kräfte gab, die die PKV abschaffen wollten. Jetzt haben wir vier Jahre vor uns, in denen eine Regierung zum bewährten Krankenversicherungswesen mit den zwei Säulen PKV und GKV steht.”

Schlagworte: , , ,

Kommentieren

*