Maklerverband tagte in Fulda

19. November 2009 von Diedrich Klusmann

Gut ein Jahr liegt nun der Zusammenschluss der beiden Maklerverbände Institut der Versicherungsmakler e.V. (IVM) und Verband Verbraucherorientierter Versicherungsmakler e.V. (VVV) zum Bundesverband mittelständischer Versicherungs- und Finanzmakler e.V. (BMVF) zurück. Am 12. November fand die Jahresversammlung des neuen Verbandes in Fulda statt. Auf der Tagesordnung standen berufsrechtliche Fragen und das Thema Vergütung.

Ziel war seinerzeit, innerhalb der zersplitterten Interessenvertretung von Maklern mehr Geschlossenheit zu erreichen. Zielgruppe des Verbandes sind dabei vor allem kleinere und mittelständische Maklerunternehmen, die ihre Arbeitsabläufe mit Unterstützung des Verbandes professionalisieren wollen.

Im kommenden Jahr will der BMVF neben Mitgliedergewinnung und Erhöhung des Organisationsgrades auch die politische Interessenvertretung forcieren, vor allem das Berufsbildes der Versicherungsvermittlern in der Öffentlichkeit fortentwickeln. Denn noch ist es so, dass weder Kunden noch die Mehrzahl der Medien seien in der Lage zu sein scheinen, Unterschiede zwischen Maklern und Vertretern zu erkennen. Ob Finanzplaner, Finanzberater, Vertreter, Finanzoptimierer, Wirtschaftsberater, Makler, Vermögensberater oder Finanzdienstleister – diese Begriffsvielfalt führt dazu, dass in Unkenntnis der Unterschiede alle Vermittler in einen Topf geworfen werden.

Wesentlicher Trends für Makler liegen in der Forderung nach mehr Transparenz sowie die Vergütungsfrage. Eine Abschaffung der Courtage steht dabei nicht im Raum. Die EU-Kommission hat mit ihrer negativen Resonanz auf den Wegfall der Vermittlerprovision und daraus resultierende Einschränkungen des Wettbewerbs deutlich gemacht, dass die Courtage kein Auslaufmodell ist. Trotz der intensiven Diskussion um die Beratung gegen Honorar bleibt die Courtage die derzeitige Leitvergütung.

Zielgruppen für die Beratung gegen Honorar sind Ärzte, Anwälten und Steuerberater, also vor allem diejenigen Berufsgruppen aus, die selbst aufwandsbezogen liquidieren. Honorar ist für Makler eine intelligente Möglichkeit, kaufmännische Freiheit zurück zu gewinnen. Positive Chancen der Beratung gegen Honorar sind unter anderem nachhaltiger Reputationsgewinn und zusätzliche Einnahmen; zu den Risiken zählen neue Bürokratiekosten, aufwändiges Inkasso und erhöhte Anforderungen an die unternehmerische Qualifikation.

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