Neue Regierung: Für Versicherungsvermittler wachsen Chancen

5. Oktober 2009 von Gastautor

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) begrüßt den Ausgang der Bundestagswahl vom 27. September 2009. Durch die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger für eine christlich-liberale Regierung sieht der BVK gute Chancen, den Berufsstand der Versicherungskaufleute zu stärken und gleichzeitig die Interessen der Verbraucher mit denen der Versicherungsvermittler zu harmonisieren. „Wir gehen bei der neuen Regierung davon aus, dass die in den letzten Jahren zu beobachtende Verunsicherung unseres Berufsstandes aufhört und regierungsamtliche Angriffe auf die Versicherungsvermittler, wie sie beispielsweise in Publikationen des Bundesarbeitsministeriums auftauchten, unterbleiben“, so Michael H. Heinz, BVK-Präsident. „Auch die Aufgabe aller Pläne für eine Offenlegung von Provisionen wie eine Beendigung der exklusiven Bevorzugung von Honorarberatern erwarten wir von der neuen Bundesregierung.“

Der BVK, der über die Organmitgliedschaften der Vertretervereinigungen der deutschen Versicherungsunternehmen rund 40.000 Versicherungsvermittler in Deutschland vertritt, wird die schwarz-gelbe Regierung auch daran messen, ob sie die teilweise umfangreichen gesetzlichen Novellierungen der letzten beiden Jahre im Versicherungsvermittlerrecht und im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) erst einmal wirken lassen wird oder mit neuen Gesetzesvorhaben nachkartet. „Die bereits in der letzten Legislaturperiode verabschiedete Informationspflichtenverordnung zum VVG belastet allein unseren Berufsstand mit geschätzten 500 Millionen Euro jährlich“, sagt Michael H. Heinz, „so dass wir uns jetzt ein Entgegenkommen von der neuen Regierung wünschen. Außerdem sollten die gesetzlichen Beratungs-, Informations- und Dokumentationspflichten, die schon jetzt bei der Versicherungsvermittlung gelten, auf alle Finanzdienstleister übertragen werden.“

Durch die Regierungsbeteiligung der FDP sieht der BVK darüber hinaus gute Chancen für den Erhalt und die Stärkung der Privaten Krankenversicherung (PKV). „Erstmals seit 1998 besteht für die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands die Chance, dass mehr Wahlfreiheit und weniger staatliche Bevormundung bei Krankenversicherungen Realität werden können“, sagt der BVK-Präsident. „Wir sehen außerdem gute Möglichkeiten für eine Rücknahme des Basistarifs in der PKV. Wir werden die neue Regierung auch danach beurteilen, inwieweit sie die Steuerbelastung für Versicherungskaufleute minimiert und ob die Halbbesteuerung des Ausgleichanspruchs wieder eingeführt wird. Denn dies ist auch schon bei anderen Freiberuflern gang und gäbe, wenn sie Einkünfte aus der Veräußerung eines Gewerbebetriebs erzielen.“

Herr Hans-Dieter Schäfer

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