Bewerbungsfalle Internet! Selbstmarketing will gelernt sein

11. September 2009 von Ralph Meinhold

„Wer unbedacht oder gar nicht im Web auftritt, kann seiner beruflichen Laufbahn schaden“, sagt Kommunikationsberater Klaus Eck, der das Buch „Karrierefalle Internet“ geschrieben hat. Anders herum kann ein geschickter Internetauftritt aber auch einige Vorteile bei der Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz mit sich bringen.

Immer mehr Arbeitgeber setzen bei der Stellenbesetzung ein gewisses Web 2.0 Wissen voraus. On top wird er wahrscheinlich den Namen des Bewerbers „googlen“, um mögliche Einträge über Aktivitäten im Netz, und damit teilweise heikle Informationen, über den Bewerber zu erfahren. Wenn ein Bewerber also in verschiedenen Netzwerken aktiv ist, kann dies ein gutes Licht auf die Person werfen. Es sei denn, dass diese sozialen Netzwerke eher Spaß- als Businessportale sind. Es ist also davon abzuraten, das studiVZ-, Lokalisten- oder wkw-Profil beim Bewerbungsschreiben anzugeben. Es gibt allerdings einige Vorzeigeseiten im Internet, die bei gepflegtem Anlegen sehr wohl positive Resonanz erzielen lassen – Dienste wie myON-ID, Xing oder LinkedIN sind gute Referenzen.

Längst reicht es nicht mehr aus, einen Bachelorabschluss vorweisen zu können. Denn Theorie ist nicht alles, Aktion ist gefragt. Deshalb hier ein paar Tipps, wie man lernt, sich selbstbewusst und zielgenau zu „verkaufen”, ohne dabei in die Falle der Onlinewelt zu treten.

Wie man auch digital glänzen kann:
1. Egogooglen: Ganz wichtig vor einer Bewerbung. Egal für welche Jobposition man sich bewirbt, ist es sehr ratsam, seinen Namen bei Google einzugeben, um zu kontrollieren, ob unerwünschte Beiträge über die eigene Person im Internet zu finden sind.
2. Unerwünschte Google-Einträge entfernen. Doch dazu braucht es Zeit. Deshalb rechtzeitig mit dem „Überwachen“ beginnen (mind. 4 Wochen vor der Bewerbung), um unerwünschte Suchergebnisse verschwinden zu lassen.
3. Professionelle Profile anlegen. Sie beeinflussen die Google-Auffindbarkeit positiv. Mit einem kostenlosen myON-ID Profil beispielsweise kann der/die BewerberIn sich dem Arbeitgeber bestmöglich präsentieren. Denn dort bestimmt der Nutzer selbst, welche Informationen freigegeben sind. In diesem öffentlichen Profil können der aktuelle Lebenslauf sowie die Webtreffer, die ihn in ein gutes Licht rücken, eingestellt werden. Für private Kontakte kann der/die NutzerIn ebenfalls eine Seite erstellen, auf der die Fotos der letzten Party erscheinen, ohne dass es fremde Personen sehen und dadurch eventuelle Nachteile entstehen können.

Ist die erste Hürde der Bewerbungsphase genommen, geht es zum persönlichen Gespräch. Auch hier gilt es, sich von der besten Seite zu zeigen. Nur wer seine Stärken kennt, kann dieses Potenzial auch ausschöpfen – und dem möglichen Arbeitgeber glaubhaft machen. Auch ein Ehrenamt oder andere „Freizeit“-Aktivitäten können sehr interessant sein und einiges über die persönlichen Stärken aussagen. Ein gutes Beispiel wäre das Trainieren einer Fußball-Jugendmannschaft. Auch wenn es eventuell wenig mit der künftigen Arbeit zu tun hat, weist es auf Teamfähigkeit, Organisationstalent und Führungsqualitäten hin. Im Vorfeld an Workshops und Seminaren teilzunehmen, kann ebenfalls hilfreich sein. Gut geeignet sind bspw. Präsentations- und Moderationstechniken, die dabei helfen, sich selbst optimal zu präsentieren. Individuell auf den Arbeitgeber angepasste, kreative Bewerbungen und Eigeninitiative kommen immer besser an als Massenbewerbungen. In den vollständigen Unterlagen herausgestellte Fähigkeiten und Merkmale der Person versprechen größeren Erfolg.

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M. Grobholz

M. Grobholz

Mario Grobholz ist Ideengeber, Gründer und Geschäftsführer von myON-ID Media. Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung innovativer Medien-Geschäftsmodelle.

Vor seinem Start mit myON-ID Media arbeitete Mario Grobholz als Director Business Development Web 2.0 beim französischen Fernsehsender TF1 und dessen deutscher Tochter Eurosport Media GmbH. In dieser Funktion war er für die Communities Overblog und Nomao im Zuge der Einführung der Web-2.0-Strategie von TF1 in Deutschland verantwortlich.

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7 Kommentare zu „Bewerbungsfalle Internet! Selbstmarketing will gelernt sein“

  1. Hallo,
    Eine Studie der FH Wiesbaden hat bereits am Anfang des Jahres herausgefunden, das man mit einigen Profilen und unbedachten Äußerungen oder Bilduploads sehr viel positives Networking kaputt machen kann und seine Reputation im Internet stark gefährdet. Nachzulesen auch hier:
    http://www.jobbanet.eu/studie-beweist-profile-im-web-20-sind-schaedlich-fuer-den-job

    Man muss schon genau hinsehen und überlegen, was man wo und warum von sich ins Netz stellt. Seit Anbeginn der Social-Network-Portale gibt es auch genug Stimmen, die vor dem Upload von Trunkenheits- oder exzessiven Partybildern warnen. Aber viele begreifen es nicht und werden wohl erst aus Schaden klug.
    Grüße Oliver

  2. […] Seit Kurzem gibt es nun auch die Möglichkeit, sich ein professionelles Profil anzulegen: mit myON-ID können Sie Ihr Kurzporträt, Ihren Blog und Ihre Einträge auf Social Media Netzwerken mühelos […]

  3. […] Seit Kurzem gibt es nun auch die Möglichkeit, sich ein professionelles Profil anzulegen: auf myON-ID können Sie neben Ihrem Kurzporträt auch Ihre Einträge auf Social Media Netzwerken lassen sich […]

  4. […] mit persönlichen Daten manchmal ganz sinnvoll wäre. Auch Unternehmen suchen mittlerweile gezielt Informationen über Bewerber im Internet, wer hier mit Fotos von der letzten durchzechten Partynacht ganz oben auf der Liste steht hat wohl […]

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  7. Danke für die Tipps! Bin gerade auf Suche und werde Sie beherzigen!
    Gruß
    Sarah

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