Soft Skills entscheiden über Einstellung oder nicht

17. August 2009 von Ralph Meinhold

Soft Skills sind mittlerweile für Personaleinstellungen immer wichtigere Voraussetzungen. Soft Skills, die weichen Fähigkeiten, wurden früher als soziale Fähigkeiten bezeichnet. Sie treten immer stärker bei Bewerbungsgesprächen in den Vordergrund. Die Hard Skills, also das fachliche Wissen, werden vorausgesetzt. Die Entscheidung, welcher Bewerber tatsächlich die angebotene Stelle bekommt, wird immer öfter anhand dieser Soft Skills getroffen.

Die wichtigsten Soft Skills sind:

  • Kommunikative Kompetenz
  • Selbstbewusstsein
  • Einfühlungsvermögen
  • Teamfähigkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Analytisches Denken
  • Vertrauenswürdigkeit
  • Selbstdisziplin/Selbstbeherrschung
  • Neugierde
  • Konfliktfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen

Kommunikative Kompetenz bedeutet, dass der Unterschied zwischen dem Gesagten und dem Gemeinten möglichst gering ist. Sender und Empfänger sollen auf der gleichen Ebene kommunizieren.

Selbstbewusstsein äußert sich darin, sich selbst bewusst wahrzunehmen. Den eigenen Körper, die eigenen Empfindungen und die eigenen Emotionen zu erkennen. Wichtig ist auch, dass man die eigenen Stärken und Schwächen kennt. Die Fähigkeit, seine Grenzen und Ressourcen zu erweitern bzw. auszuschöpfen, fallen auch unter dieses Soft Skill.

Unter Einfühlungsvermögen fasst man das Empfinden, zu spüren was andere wollen. Sich in andere hineinzuversetzen und zu erklären, warum andere so und nicht anders reagieren, sind Grundfähigkeiten, die man unter das Einfühlungsvermögen zählt.

Teamfähigkeit ist zwar ein bekannter Ausdruck, für viele aber auch ein sehr schwammiger. Man versteht darunter, dass man seine Rolle im Team erkennt und sich entsprechend verhält. Wichtig ist, dass man sich im Sinne des Gesamtziels verhält und seine Eigeninteressen hinten anstellt.

Kritik so zu äußern, dass man seinen Gegenüber nicht verletzt, aber auch Kritik für sich selbst anzunehmen, wird unter Kritikfähigkeit verstanden.

Analytisches Denken hat nichts mit mathematischem Verständnis zu tun, sondern vielmehr mit der schrittweisen Annäherung an ein Problem. An erster Stelle steht die Analyse eines Themas, um herauszufinden, welche Aspekte überhaupt zählen. Dann werden die Informationen priorisiert, also nach Wichtigkeit gewertet. Am Schluss steht dann die Vernetzung der Teilaspekte zu einer Lösung.

Vertrauenswürdigkeit ist eine Fähigkeit, die auch immer mehr in den Vordergrund rückt. Hierbei ist besonders herauszustellen,  dass vertrauenswürdig nur derjenige ist, der auch anderen vertraut.

Die Fähigkeit, die eigenen Gefühle und das Verhalten so zu kontrollieren, dass ein Ziel konsequent erreicht, wird beschreibt der Begriff Selbstdisziplin.

Unter Neugierde versteht man im Bereich der Soft Skills das Vermögen, offen für alles zu sein, seine Umwelt genau zu beobachten, eine optimistische Grundhaltung zu besitzen. Auch die Fähigkeit, sich auf Änderungen einzustellen und der Mut zum Querdenken, fällt hierunter.

Differenzen mit anderen auszuhalten und konstruktiv zu lösen, bezeichnet die Konfliktfähigkeit.

Überzeugen statt überreden, beschreibt das Durchsetzungsvermögen.

Eine ausführliche Beschreibung, Tests und Anregungen zur Erweiterung bzw. zum Training der Soft Skills finden Sie in dem Buch Soft Skills, G Peters-Kühlinger/Friedel John, Haufe Verlag.

Sind Sie bei Vorstellungsgesprächen indirekt über Ihre Soft Skills befragt worden? Halten Sie es überhaupt für möglich, die Soft Skills der Bewerber anhand eines Bewerbungsgesprächs zu beurteilen?

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6 Kommentare zu „Soft Skills entscheiden über Einstellung oder nicht“

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  2. […] jedermann und speziell fürs Business an. Immer mehr Unternehmen setzen bei ihren Mitarbeitern auf Soft Skills, also soziale Kompetenz und situative Gewandtheit. Da wirken unsichere Umgangsformen und schlechte […]

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