Hoher Mehraufwand bei Beratern durch neues Versicherungsvertragsgesetz (VVG)

20. Juli 2009 von Diedrich Klusmann

4 Prozent mehr Zeit kostet es Finanzberater, die neuen Regeln des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) in ihrem Arbeitsalltag umzusetzen. Schuld daran ist aber nicht der Gesetzgeber, sondern es sind vor allem die Versicherer selbst.

Viele Unternehmen haben knapp das rettende Ufer der Gesetzeskonformität erreicht. Die Abläufe zur Erfüllung der Beratungs- und Dokumentationspflichten sind zwar umgesetzt. Dafür sind die Prozesse deutlich umständlicher geworden, was auch die Kosten massiv nach oben treibt.

Die Verantwortung dafür liegt zu einem erheblichen Teil bei des Versicherungen. So begnügen sich einige Versicherungsgesellschaften beispielsweise immer noch mit „manuellen Lösungen“. Beratungsprotokolle sind häufig einfache Formblätter, auf denen der Berater handschriftlich den Gang des Beratungsgesprächs festhält. Dadurch steigt der Zeitaufwand für die Antragsbearbeitung erheblich.

Erst jetzt beginnen viele Versicherer damit, in effizientere Abläufe und neue Beratungssoftware zu investieren. Dabei wird es sich allein in 2009 um eine Invstitionssumme von mehreren Millionen Euro handeln.

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