Vermittler als Finanzhaie verunglimpft?

10. Juli 2009 von Ralph Meinhold

Die Interessensgemeinschaft deutscher Versicherungsmakler (IVGM) hat Anfang Juli bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart Klage gegen die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wegen „des Verdachts der Beleidigung in Tateinheit oder in Tatmehrheit mit übler Nachrede beziehungsweise Verleumdung”  gestellt. Hintergrund der Anzeige ist ein Video, das die Verbraucherzentrale in Umlauf gebracht hat. In dem ca. zweiminütigen Film wird ein Versicherungsvermittler gezeigt, der einem Pärchen eine Rentenversicherung mit einer hohen Provision verkauft ,die am Ende nichts mehr wert ist. Zu dem Video geht es hier.

Die IVGM sieht in dem Film eine Verallgemeinerung und eine Pauschalisierung, dass alle Versicherungsvermittler nur aus reiner „Provisionsgeilheit“ agieren würden.  Das Ziel der Verbraucherzentrale, die Aufklärung der Verbraucher, stehe eindeutig nicht im Zentrum des Films. „Dafür erscheint die Kritik zu undifferenziert und pauschal. Vielmehr besteht der Verdacht, die Verbraucherzentralen führen mit unlauteren Mitteln einen Kampf um die millionenschwere Erweiterung ihres Budgets aus Steuergeldern beziehungsweise wollen sich in vorderster Front positionieren, wenn es um die Etablierung der Honorarberatung in Deutschland geht”, so Erwin Hausen vom „Versicherungstip“.

Der Versicherungsvermittler als Buhmann? Wie kommt das? Hat die Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts keine Wirkung gezeigt und hat der Versicherungsfachmann/frau in der Gesellschaft einen so niedrigen Status, dass es rechtmäßig ist, dass man alle über einen Kamm schert wie in dem gezeigten Video?

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